Donnerstag, 31. August 2017

Rezension: Die neunte Stadt

Das neue Science-Fiction-Epos

Seit Kurzem bereichert der neuer Science-Fiction Roman "Die neunte Stadt" meine Bücherregale. Das knapp 800 Seiten umfassende Werk entführt in eine spannende Alien Invasion und ist der Debüt Roman des US-amerikanischen Schriftstellers J. Patrick Black.


Info zum Buch:

"Fünfhundert Jahre nach der Invasion - Die Erde in der Zukunft: Ausgerechnet am Valentinstag wurde die Menschheit von einer unbekannten, mächtigen Alien-Spezies angegriffen. Innerhalb kürzester Zeit wurden Länder zerstört und Städte dem Erdboden gleichgemacht. Und doch waren die Menschen nicht völlig wehrlos, denn der Angriff der Aliens stattete sie mit einer Macht aus, die sie bisher ins Reich der Magie verbannt hatten. Nun, fünfhundert Jahre später, tobt der Kampf um die Erde noch immer, und das Schicksal der gesamten Menschheit ruht auf den Schultern von acht ungleichen Helden. Dies ist ihre Geschichte…"

Rezension:

Als am 14. Februar, dem Valentinstag, Aliens die Erde angreifen, verwüsten sie größte Teile des Planeten komplett. Bald stellt sich jedoch heraus, dass auch einige Menschen über dieselben magischen Fähigkeiten der "Valentines" genannten Aliens verfügen und ein erbitterter Kampf um die Erde entsteht. Auch 500 Jahre später ist der Krieg noch nicht beendet. Allerdings herrscht mittlerweile auf der Erde eine Zweiklassen Gesellschaft. Während die Menschen, die magische Thelemitie beherrschen, in den wenigen übrig gebliebenen Städten der Erde in Elite-Akademien im Kampf unterwiesen werden, muss der größte Teil der Bevölkerung für die Versorgung der "Auserwählten" schwer arbeiten. Dabei weiß das Gros der Menschen noch nicht einmal etwas von den Aliens.


Inhaltlich ist "Die neunte Stadt" für mich eine Mischung aus Science Fiction und Dystopie.
Der Roman wird dabei aus der Sicht von insgesamt sieben Protagonisten (Jax, Naomi, Torro, Vinneas, Rae, Kizabel und Imway) kapitelweise erzählt. Dabei werden jedoch alle Figuren in der Ich-Perspektive dargestellt, was bei sieben Charakteren schnell ermüdend wird. Auch kann man sich dadurch mit keinem der Protagonisten so richtig identifizieren und die Figuren bleiben irgendwie seltsam flach. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen.
Am Besten gefallen hat mir immer noch die Darstellung des Vinneas. Aber auch die technisch begabte Kizabel ist nicht uninteressant, wenngleich mich hier jedoch die vielen Fußnoten leicht gestört haben.


Eigentlich habe ich mir dieses Buch zum Lesen ausgesucht, da mich der Klapptext ungemein angesprochen hat. 
Bis ich jedoch zu der Stelle komme, in der der Kampf zwischen Menschen und Aliens überhaupt irgendeine Bedeutung erlangt, sind rund ein Drittel des Buches schon gelesen. Wer am Anfang allerdings etwas Durchhaltevermögen besitzt, wird mit einem gelungenen Mittelteil belohnt. Denn nach rund 200 Seiten nimmt die Story deutlich an Fahrt auf und der mittlere Abschnitt des Romans ist auch definitiv der Beste! Im letzten Drittel verliert man bei den etwas unübersichtlichen Gefechten jedoch schnell den Überblick und die Kampfhandlungen sind zudem arg in die Länge gezogen.
Den ganzen Seitenumfang hätte man meiner Meinung nach schon etwas straffen können, denn der Roman weist leider nur wenig wirkliche Höhepunkte auf und ist zudem an manchen Stellen etwas spannungsarm. 


Dennoch besitzt "Die neunte Stadt" viele gute Ideen-Ansätze und ist, wenn man das erste Drittel einmal ausklammert, auch absolut lesenswert! Obendrein schreibt Black bildhaft, wie auch phantasievoll und sein Schreibstil lässt sich flüssig lesen.





Tiltel: Die neunte Stadt
Genre: Science Fiction
Autor: J. Patrick Black
Verlag: Heyne
Originaltitel: Ninth City Burning
Originalverlag: Ace
Paperback, Klappenbroschur
800 Seiten
ISBN: 978-3-453-31788-8
Erschienen: 30.06.2017






Fazit

Alien-Invasion, Magie, Technik, actionreiche Gefechte - 
Insgesamt besitzt "Die neunte Stadt", trotz einiger Schwächen, einen hohen Unterhaltungswert! 
Wer am Anfang etwas Durchhaltevermögen beweist, wird mit einem gelungenen Science Fiction Roman belohnt!







* Das Buch wurde mit von der Verlagsgruppe Random House kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.
Dieser Bericht spiegelt ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.

1 Kommentar:

  1. Ich lese gerne, viel und prinzipiell ob gut oder schlecht jedes Buch zu Ende.
    Ich glaube, dieses würde mir Einiges abverlangen und ich wäre froh, es mit der letzten Seite zuschlagen zu können.
    Du hast hier einen sehr guten und offenen Einblick gegeben.

    Liebe Grüße Sabine

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